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Warum die Strompreise durch die Decke gehen

Warum die Strompreise durch die Decke gehen

UND WIE MAN DEN HOHEN ENERGIEKOSTEN ENTKOMMEN KANN

In einigen europäischen Ländern ist das Preisniveau von Strom schon immer relativ hoch gewesen, aber Deutschland sticht dabei besonders hervor. In einer Preisanalyse von 145 Ländern kommt die Vergleichsplattform Verivox zu dem Ergebnis, dass die deutschen Verbraucher die höchsten Strompreise in Europa zahlen. Mit einem Platz unter den Top 15 der teuersten Länder der Welt sind die deutschen Strompreise größtenteils mit denen in krisengeschüttelten Entwicklungsländern wie Ruanda, Sierra Leone oder Burkina Faso vergleichbar, wo sich Teile der Bevölkerung Strom erst gar nicht leisten können.

Und es kommt für die deutschen Verbraucher sogar noch schlimmer: Der jüngste Anstieg der Strom- und Gaspreise in Europa hält die Verbraucher und Energieversorger des Kontinents in Atem und hat für enorme Preisprünge gesorgt. Daher hoffen nicht nur die Deutschen inständig, dass sich die Preise wieder normalisieren werden. Aber wie bereits erwähnt, ist der Normalzustand in einigen europäischen Ländern bereits ziemlich hoch. Eines dürfte somit klar sein: Die Verbraucher haben keine andere Wahl, als die finanzielle Last der hohen Energiepreise zu schultern, oder etwa doch? Lesen Sie weiter, um mehr über ein gemeinsames Dezentralisierungsprojekt zu erfahren, das Ihnen helfen könnte, sich sowohl von den hohen Strompreisen als auch von künftigen Preissteigerungen unabhängig zu machen.

An den deutschen Börsen wurde Strom bis vor einer Weile für "nur" rund drei Cent pro Kilowattstunde gehandelt, doch die Verbraucher müssen dafür 31,80 Cent bezahlen. Warum sind die Energiekosten für den Endverbraucher in Deutschland so hoch und liegen 174 % über dem internationalen Durchschnitt von nur 11,62 Cent? Das hat vor allem mit den Netzkosten zu tun, die etwa 50 % der Stromrechnung des Verbrauchers ausmachen und ebenfalls steigen werden, da die Netzentgelte 2022 in Deutschland einen Sprung von durchnschnittlich 3-4 %, in der Region Bremen sogar von 13 %, machen werden.

In Summe müssen die Verbraucher neben diesen Netzkosten auch noch zusätzliche Steuern, Abgaben und Netzentgelte schultern, die letztendlich etwa das Zehnfache der reinen Stromkosten ausmachen. Diese Situation wird sich sogar noch verschärfen, da der für die Integration des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien erforderliche Netzausbau in Zukunft wahrscheinlich zu höheren Netzkosten führen wird. Strom wird teurer werden und Deutschland wird auch weiterhin mit den höchsten Strompreisen in ganz Europa an der Spitze stehen. Aber auch andere europäische Länder wie Dänemark, Belgien, Irland und das Vereinigte Königreich weisen besonders hohe Preise auf. Zwar sinkt der Aufschlag für Ökostrom spürbar, aber die Netzentgelte und die hohen Beschaffungskosten treiben die Preise stärker in die Höhe. Künftig könnten steigende Netzkosten auch in anderen europäischen Ländern die Energierechnungen in die Höhe treiben, aber es gibt auch noch einen weiteren Preisbildungsfaktor, den man im Auge behalten sollte.

Wenn der Preisschub kommt

Auch der derzeitige Preisanstieg trägt nicht zur Stabilisierung der Energiekosten bei. Die Bewältigung des steilen Anstiegs der Energiepreise, mit dem viele europäische Länder derzeit konfrontiert sind, ist nicht nur für die Regierungen, sondern auch für die Gesellschaften insgesamt eine Herausforderung. Nachdem die Day-Ahead-Strompreise vor kurzem auf ein Rekordniveau gestiegen sind, hat das Vereinigte Königreich vorübergehend Deutschland mit den höchsten Gas- und Strompreisen in Europa abgelöst. Der Grund dafür ist der beschleunigte Ausstieg aus der Kohleverstromung im Vereinigten Königreich in Verbindung mit der geringeren Verfügbarkeit von Kernenergie und der niedrigen Windstromerzeugung. Dies führte auf dem britischen Markt zu steigenden Preisen für Stromimporte, Erdgas und CO2-Zertifikate, wodurch die Energiepreise in die Höhe schnellten und einige Energieunternehmen sogar ihre Tätigkeit einstellen mussten.

Spanien verzeichnete einen ähnlichen Preisanstieg auf 172 Euro pro Megawatt (von 65 Euro im Mai). In der Vergangenheit hat die spanische Regierung Familien dazu ermutigt, Stromverträge mit Tagestarifen abzuschließen, was angesichts der niedrigen Preise in den letzten Jahren ein wahres Schnäppchen zu sein schien. Aber solche Verträge wurden angesichts der sprunghaft angestiegenen Preise unhaltbar. Diese Entwicklung zwang die spanische Regierung zur Verabschiedung einer Notverordnung zur Senkung der Preise, da die Stromrechnung für die Endverbraucher um 34,9 Prozent anstieg. Die Ursache hierfür war neben den hohen Erdgaspreisen auch eine sehr teure letzte Tranche von CO2-Zertifikaten. Noch ist nicht klar, ob es sich dabei um Einzelfälle handelt, aber aufgrund der langfristigen Marktentwicklung könnten solche Preisspitzen in Zukunft häufiger auftreten.

Ungewissheiten auf allen Seiten

Die hohen Energiepreise in Europa haben die Situation infolge der starken Abhängigkeit von Gas verschärft. Steigende Preise für fossile Brennstoffe sind ideale Treiber für eine ökologische Wende, weil sie die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähiger machen. Ein höherer Anteil an erneuerbaren Energien bringt jedoch auch eine Reihe von Problemen mit sich, die zu größerer Volatilität des Marktes, potenzieller Netzinstabilität, größerer Komplexität für die Energieversorger und noch höheren Rechnungen für die Endverbraucher führen. Die Verbraucher sind gezwungen, der Entwicklung untätig zuzusehen und fühlen sich ohnmächtig, weil sie keinen Einfluss darauf nehmen können.

Geopolitische Faktoren, Handels- und politische Beziehungen und Abhängigkeiten, Veränderungen in der Industrie infolge erneuerbarer Energien usw. - angesichts so vieler Einflussfaktoren fühlen sich die Endverbraucher hilflos, wenn es darum geht, die Kosten ihres künftigen Energieverbrauchs einzuschätzen. Werden sich die Preise wieder normalisieren, werden sie konstant bleiben oder wird es unregelmäßige Preissprünge geben, die uns völlig überrumpeln? Die Wahrheit ist, dass niemand weiß, wie sich die weltweiten Gas- und Strompreise in den kommenden Jahren entwickeln werden.

Ein Ausweg

Neben den Kosten für Wohnen und Lebensmittel gehört Energie in der Regel zu den höchsten Kostenfaktoren für Haushalte und Unternehmen. Die immer weiter steigenden Energierechnungen veranlassen die Verbraucher, nach billigeren und leichter zugänglichen Alternativen Ausschau zu halten. Erneuerbare Energiequellen bieten einen solchen Ausweg, da ihre Anschaffungs- und Betriebskosten in den letzten Jahren drastisch gesunken sind und wahrscheinlich auch noch weiter sinken werden. Als Endverbraucher können wir die globalen Ereignisse, die zu Preisänderungen führen, nicht kontrollieren. Daher haben wir den starken Drang, uns mit einer eigenen Energieversorgung in Form einer geeigneten PV-Anlage und einem Batteriespeicher unabhängig zu machen. Für den Einzelnen scheint dies eine gute Idee zu sein; um jedoch gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu verbessern, ist es ratsam, sich einer Energiegemeinschaft anzuschließen, auf die wir in Teil 2 dieses Artikels näher eingehen werden.

Auf der Ebene der Privathaushalte zeigen unsere eigenen Untersuchungen, dass die Solarenergie die Haushalte bereits in erheblichem Maße vor Energiepreisschocks schützt. Haushalte mit bestehenden Photovoltaik-Anlagen in den europäischen Regionen – Polen, Spanien, Deutschland und Belgien – sparen in dieser Krise durchschnittlich 60 Prozent ihrer monatlichen Stromrechnung ein.

Walburga Hemetsberger
CEO von Solarpower Europe

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